Wärmepumpe
Eine Forschungsgruppe des Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM hat gemeinsam mit dem Start-up Qurie GmbH eine neuartige Wärmepumpe entwickelt. Statt eines klassischen Kompressors und klimaschädlicher Kältemittel kommt ein festkörperbasiertes System zum Einsatz: Ein kalorisches Material verändert seine Temperatur unter Einfluss eines elektrischen Feldes.
Diese Technologie kann die Wärme- und Kühlleistung um bis zu 60 % steigern. Gleichzeitig lässt sich die gleiche Heizleistung mit rund 40 % weniger Energie erreichen. Im Vergleich zur herkömmlichen Wärmepumpe könnte der Energiebedarf sogar auf ein Siebtel bis Achtel sinken.
Neben der hohen Effizienz bietet die Wärmepumpe auch konstruktive Vorteile: Ohne Kompressor arbeitet das System deutlich leiser und wartungsärmer. Zudem besteht die Perspektive, dass solche Geräte in der Serienproduktion kostengünstiger hergestellt werden können.
Für den praktischen Einsatz nutzt das System sogenannte elektrokalorische Heatpipes. Diese sind mit Wasser oder Ethanol gefüllt und ermöglichen durch Verdampfung und Kondensation einen besonders schnellen Wärmetransport. Dadurch wird die Technologie erst auf ein marktfähiges Niveau gehoben.
Quelle: Frauenhofer IPM