Nebenkosten steigen
Nebenkosten steigen deutlich: Mieterinnen und Mieter in Deutschland mussten 2024 im Durchschnitt 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für Nebenkosten aufbringen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von mehr als sechs Prozent. Werden alle umlagefähigen Betriebskosten berücksichtigt, kann die sogenannte zweite Miete sogar bis zu 3,68 Euro pro Quadratmeter und Monat erreichen.
Diese Entwicklung geht aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes (DMB) hervor, der auf bundesweiten Abrechnungsdaten für das Jahr 2024 basiert. Für eine Wohnung mit 80 Quadratmetern beliefen sich die Nebenkosten im Abrechnungsjahr 2024 durchschnittlich auf 3.532,80 Euro – das sind 508,80 Euro mehr als im Jahr zuvor.
Im Abrechnungsjahr 2024 lagen die durchschnittlichen Nebenkosten für Heizung und Warmwasser bei 1,32 Euro pro Quadratmeter und Monat, in Spitzenwerten sogar bei 2,18 Euro. Die Höhe dieser Nebenkosten wird vor allem durch den energetischen Zustand der Wohnung sowie durch erhebliche Preisunterschiede zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme bestimmt. Auch unterschiedliche Tarife der einzelnen Gas- und Fernwärmeversorger wirken sich spürbar aus.
Zusätzlich verteuern CO₂-Kosten den Einsatz fossiler Energieträger und erhöhen damit die laufenden Wohnkosten weiter. Eine entlastende Entwicklung zeigt sich hingegen bei der Position Antenne und Kabel: Seit dem Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli 2024 dürfen diese Gebühren nicht mehr umgelegt werden. In der Folge sanken die entsprechenden Nebenkosten im Vergleich zum Vorjahr um rund 42 Prozent.